Gabelstapler-Wissen
Gabelstapler-Wissen

Der Gabelstapler

Berufsbild und geschichtlicher Hintergrund

1917 wurde der erste Gabelstapler von Eugene Clark entwickelt. Der Großteil der Gabelstapler wird in Asien hergestellt. Durch den Einbau von europäischen und japanischen Bauteilen werden die Qualitätsstandards eingehalten.

In nahezu jeder Branche werden Gabelstaplerfahrer benötigt. Die klassischen Branchen sind dabei die Logistik, der Handel und die Spedition. Aber auch im Landschaftsbau oder in der Produktion werden Gabelstaplerfahrer gesucht. Typische Aufgaben eines Gabelstaplers sind das Be- und Entladen von LKWs mit dem Gabelstapler oder anderen Flurfördergeräten sowie die Verteilung der Ware in die richtigen Regale in der Lagerhalle.

Um die Erlaubnis zu erhalten einen Gabelstapler zu fahren, benötigst man nur eine Zusatzausbildung – den Staplerschein. In der Logistikbranche, z. B. als Fachlagerist oder Fachkraft für Lagerlogistik, ist der Staplerschein eine gute Erweiterung der Zusatzklassifikation.



Staplerschein

Alle Informationen zum Staplerschein

Wichtige Voraussetzungen

Wichtige Voraussetzungen

Wenn man mit einem Gabel­stapler in den Hallen Deines Unter­nehmens unterwegs sein möchte, be­nötigt man ver­schie­dene Voraus­setzungen.

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Eignungsuntersuchung

Eignungsuntersuchung

Die Eignungsuntersuchung ist enorm wichtig – für einen selbst, die Kollegen und für den Arbeitgeber.

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Erwerb des Stapler­führer­scheins

Erwerb des Stapler­führer­scheins

Jedes Jahr kommt es zu Unfällen, bei denen der Gabelstapler umkippt und der Fahrer da­bei eingeklemmt wird.

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Staplerarten

Welche Unterschiede gibt es bei den Gabelstaplern?

Antriebsarten


Es gibt drei verschiedene Antriebsarten. Der Dieselstapler wird im Außen­bereich eingesetzt. Durch die Abgase darf diese Staplerart nicht in ge­schlossen Hallen genutzt werden. Dieselstapler werden mit einer Trag­fähig­keit von bis zu 100 Tonnen gebaut und gehören unter den Gabel­staplern zu den stärksten. Der Elektro­gabel­stapler verursacht kaum Geräusche und produziert keine Ab­gase. Gabel­stapler mit Elektro­antrieb bringen aber auch Nachteile mit, denn die Ladezeit der Batterien ist sehr lang. Batterie­wech­sel­sta­tionen werden häu­fig verwendet, um lange Warte­zeiten der Batterie zu ver­mei­den. Gegenüber dem Diesel­stapler ist der Elektro­gabel­stapler nicht so stark be­lastbar. Dieser Stapler kommt häufig im Betriebs­hallen zum Einsatz. Die drit­te Antriebs­art ist der Treibgas­antrieb. Gabel­stapler, die mit Treibgas ange­trieben können sowohl im Außen­bereich, als auch im gut be­lüfteten Innen­bereich ein­ge­setzt werden.


Bereifung


Auch bei der Bereifung gibt es drei unterschiedliche Arten. Unterschieden wird zwischen der Luftbereifung, der Super-Elastik Bereifung und Vollgummireifen. Gabelstapler mit Luftbereifung verfügen über eine sehr gute Federung­eigenschaft. Nachteil dieser Bereifung ist, dass konstant der Luftdruck der Rei­fen über­wacht werden muss. Kaputte Rei­fen sollen dadurch früher erkannt und vermieden werden. Die Super-Elastik Reifen, auch als SE-Reifen bekannt, haben einen mehrstufigen Aufbau und geltend daher als sehr sicher. Diese Be­reifung federt kleine Schläge und Bodenunebenheiten ab. Eine sehr hohe Tragfähigkeit bietet die Vollgummibereifung. Durch die kaum vorhandenen Dämpf­ungs­eigen­schaften werden Gabelstapler mit dieser Bereifung meist im Innenbereich ein­ge­setzt.

Radzahl


Bei der Radzahl wird zwischen dem 3-Rad-Gabestapler und dem 4-Rad-Ga­bel­stapler unterschieden. Der 3-Rad-Gabelstapler hat zwei Vorderräder und zwei hintere Reifen. Die beiden Hinterreifen sind dicht nebeneinander und werden daher als einen Reifen gesehen. Dieser Gabelstapler hat einen kleinen Wen­de­kreis und kann Lasten bis zu zwei Tonnen tragen. Der 4-Rad-Gabelstapler ver­fügt über je zwei Vor­der-und Hin­ter­rei­fen. Er hat einen größe­ren Wen­de­kreis und bringt eine höhere Fahrstabilität mit. Diese Gabel­stapler­art kann Lasten von über fünf Tonnen tragen.

Masttypen


Der Hubmast befindet sich vorne am Gabel­stapler. Mit Hilfe des Masts lassen sich die Waren aufnehmen, hochheben und wieder absenken. Bei den Gabelstaplern gibt es drei unterschiedliche Masttypen. Man unterscheidet da­bei zwischen dem Ein­fach­mast, auch Simplex­mast genannt, dem Zwei­fach­mast, auch bekannt unter Duplex­mast, und dem Drei­fach­mast, der auch Triplex­mast ge­nannt wird. Der Einfach­mast hat eine Hubhöhe von rund zwei Metern. Beim Zweifachmast lässt sich die Hubhöhe mehr als verdoppeln, denn sie beträgt rund sechs Meter. Der Duplexmast besteht aus einer teleskopartigen Konstruk­tion. Die Konstruk­tion besteht aus einem äußeren Stand­mast und Gabel­träger, in dem sich ein innerer Fahr­mast befindet. Bei dem Triplex­mast sind die drei Mast­profile ineinander geschoben. Sie werden nacheinander ausgefahren und erreichen so Lasten in Höhe von bis zu 12 Metern.

Hubhöhe


Unter der Hubhöhe versteht man den Weg, den ein Gabelstapler mit der Ladung anheben kann. Der Startpunkt der Messung ist, wenn sich die untere Kante von der Gabel in der Normalstellung befindet. Der Endpunkt ist die maximale Hubhöhe. Gemessen wird von der unteren Kante der Gabel in Normalstellung (dicht über dem Boden) bis zur Unterkante der Gabel, wenn die Gabel maximal ausgefahren ist. Die Hubhöhe eines Gabelstaplers gibt Auskunft darüber aus, ob das Gerät zu den Niederhub- oder Hochhubgeräten gehört. In der Regel werden ein bis acht Tonnen an Last gehoben, die eine Hubhöhe von bis zu sechs Metern zu überwinden haben.

Lenkung

Einen Gabelstapler zu lenken ist gar nicht so einfach, denn die Gänge sind eng und durch die schweren Lasten ist das Gewicht nicht gleichmäßig verteilt.

Lenkungsarten

Das Lenkrad unterscheidet sich auch nicht groß zu einem PKW-Lenkrad. Damit das Kurbeln einfacher ist hat das Lenkrad meist noch einen Lenkknauf. Ein weiterer Unterschied zum Auto ist, dass beim Gabelstapler nicht die Vorderräder, sondern die Hinterräder gelenkt werden. Der Gabelstapler ist bekannt für seine Wendigkeit und seine schnelle Reaktionen. Der spezielle Aufbau der Stapler, die Hecklenkung und die hydraulische Lenkunterstützung machen dies möglich.

Bei den Gabelstaplern unterscheidet man zwischen der Hecklenkung und der Vierweglenkung. Bei der Hecklenkung werden die hinteren Räder eingeschlagen. Dadurch ist der Gabelstapler beweglicher, denn die Räder können sehr stark eingeschlagen werden. Noch wendiger wird der Stapler mit der Vierweglenkung. Diese Gabelstapler kommen in sehr schmalen Regalgängen zum Einsatz oder wenn besonders lange und sperrige Lasten transportiert werden müssen. Mit dem Gabelstapler kann auf kleinstem Raum rangiert werden. Durch die Möglichkeit die Räder um 90 Grad zu drehen, kann der Stapler auch seitlich fahren.

Der Gabelstapler kann leicht kippen, wenn man mit einer hohen Geschwindigkeit unterwegs ist, scharf bremst oder zu schnell lenkt. Um das Kipprisiko zu vermindern sollte man vorsichtig und vorausschauend fahren. Transportiert man mit dem Stapler eine Last, dann denke daran, dass die Last über die Gabeln herausragen kann.



Hersteller

Es gibt nicht nur viele verschiedene Arten von Flurförderungsfahrzeugen, sondern auch viele Hersteller dieser Fahrzeuge. Wir stellen Dir an Hand einer kurzen Übersicht ausgewählte Anbieter vor.

Hersteller

Linde Material Handling entstand aus der Güldner-Motoren-Gesellschaft, die 1904 in München von Hugo Güldner, Carl von Linde und Georg von Krauss ge­gründet wurde. Drei Jahre nach der Gründung zog das Unter­nehmen nach Aschaffen­burg, wo es heute noch seinen Sitz hat. Linde gehört zu den welt­weit führ­enden Her­stellern von Gabelstaplern und Lager­technik­geräten. In Frank­reich werden unter der Marke Fenwick die Linde Pro­dukte ver­trieben. Mit dem beiden Marken Fenwick und Linde ist das bekannte Unter­nehmen im euro­päischen Raum Markt­führer. Das Port­folio an Pro­dukten deckt nahezu alle Ein­satz­gebiete ab – vom Hub­wagen über Schmal­gang­geräte bis hin zum Schwer­stapler. Die Flur­förderungs­fahr­zeuge von Linde haben alle eine rote Farbe.

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Die Still GmbH wurde von Hans Still 1920 gegründet und hat ihren Sitz in Hamburg. Gegründet wurde es, um Elektromotoren zu reparieren. Erst rund 30 Jahre später fing das Unternehmen an, die ersten Stapler zu produzieren. Das Unternehmen hat nicht nur deutschlandweit mehrere Standorte, sondern ist auch international tätig. Heute ist die STILL GmbH einer der führenden An­bie­ter von Flurförderungsfahrzeugen. STILL produziert unter anderem Gabel­stapler und Hub­wagen, aber bietet auch ver­schie­de­ne Syste­me, wie das Fah­rer­assistenz­systeme oder Ma­terial­fluss-Management-Systeme an. Die Pro­dukte von STILL lassen sich an der orange-grauen Farbe erkennen.

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Toyota Material Handling ist in fünf Bereichen mit 17 Unternehmen tätig und ist dabei Teil der Toyota Industries Corporation. In den drei europäischen Fertigungsstätten Schweden, Italien und Frankreich werden nahezu alle Fahr­zeuge produziert. Zur Produktion gehören Gabel­stap­ler, aber auch La­ger­technik­geräte, die alle nach dem Qualitätsstandard des Toyota Pro­duk­tions­sys­tems her­ge­stellt werden. Neben den verschiedenen Staplerarten (z. B. Elektro­stapler, Schub­mast­stapler) bietet Toyota auch Regalsysteme und andere Dienst­leist­ung­en an. Die Stapler und Lagertechnikgeräte erkennt man an der orange­nen Färbung.

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Die H. Jungheinrich & Co. Maschinenfabrik hat ihren Sitz in Hamburg und wurde von Friedrich Heinrich im August 1956 gegründet. 1990 ging das Unternehmen an die Börse inklusive Umwandung in den heutigen Namen Jungheinrich AG. Das Portfolio der Jungheinrich Produkte ist groß. Neben den verschieden Arten von Gabelstaplern, bietet Jungheinrich noch Regal- und La­ger­ein­rich­tungen und Logistik-Software an. Auffällig sind die Jungheinrich Pro­dukte durch ihre gelbe Farbe.

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Baumann ist spezialisiert auf Seitenstapler und gilt als einer der führenden Hersteller und Anbietet dieser Gabelstaplerart, welches 1969 von zwei Brüdern gegründet wurde. Das italienische Unternehmen hat ihren Sitz in Cavaion Veronese in der Nähe von Verona. Zum Einsatz kommen die Seitenstapler vor allem im Baugewerbe und in der Holzindustrie, da sich lange und sperrige Lasten transportieren lassen.

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Caterpillar wurde 1925 in den Vereinigten Staaten gegründet. Caterpillar ist das führende US-Unternehmen, wenn es um Baumaschinen geht. In dem Pro­dukt­port­folio des Unternehmens sind neben Bagger, Muldenkippern und Wal­zen auch Teleskopstapler.

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Zubehör

verschiedene Anbaugeräte für den Gabelstapler

Das Drehgerät lässt sich um 360 Grad in jede Richt­ung und um die ei­ge­ne Achse drehen. Das An­­bau­­ge­rät kommt zum Bei­spiel in der Me­tall- und Le­bens­­mit­tel­in­­dustrie zum Ein­­satz. Vor allem dann wird das Ge­rät ge­braucht, wenn Be­­häl­ter gefüllt oder ge­­leert werden müs­sen.

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Meist ist der Arbeitskorb aus Stahl gefertigt und bietet eine Sicher­heit bei Re­paraturen und War­tungs­ar­bei­ten. Die Gabel­­zinken heben durch die Stap­ler­­taschen den Ar­beits­­korb auf. Ge­sichert wird der Ar­beits­­korb mit Bolzen.

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Der Gabel­stapler ist auch zum Schnee schie­ben ge­eig­net, wenn das pas­sende An­bau­­gerät auf­­ge­steckt ist. Der Schnee­s­chieber lässt sich dann me­chanisch nach rechts und links ver­­schieben.

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Ge­eignet ist die Papier­­rollen­­klam­mer für die Auf­nahme von kleinen und großen Rollen. Daher kommen sie vor allem in Drucker­eien und Pa­pier­­fabriken, aber auch in Häfen zum Ein­atz.

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Gabelverlängerung gibt es in zwei unter­schiedlichen Varianten. Die Zinken sind ent­­we­der fix oder verstellbar. Nach dem Auf­stecken der Ver­länger­ungen auf die Zinken werden sie mit Bolzen ge­sichert. Be­achtet werden muss der ver­änderte Lasten­schwer­punkt beim Transport­ieren der Lasten.

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Transport

Was ist eine Europalette?

Für die Lagerung und für den Transport von unterschiedlichsten Gütern eignet sich die Euro­pa­let­te. Sie kann dabei mehrfach verwendet werden. Die Europalette, oder auch Euro­pool­pa­let­te, ist eine genormte Flachpalette.

Informationen zur Europalette

Verwendet wird die Palette für den Transport und für die Lagerung der Güter. Ins­gesamt gibt es vier verschiedene Größen. Die EUR 1 ist dabei die am häu­fig­sten genutzte vor allem in der Logistikbranche und in Lagerbetrieben. Die EUR 2 und EUR 3 werden häufig in der Chemie-Branche eingesetzt. Die EUR 6 wird auch Halbpalette genannt und ist halb so groß wie die EUR 1. Wegen der kleineren Größe eignet sich die EUR 6 zur Präsentation von Waren in Kauf­häusern. Wenn von Europaletten die Rede ist, wird meist die EUR 1 gemeint.

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Hier ein paar Fakten über die genormte Flachpalette EUR 1:

  • Maße (L x B x H): 1200 mm x 800 mm x 144 mm
  • 20 – 24 kg Eigengewicht – abhängig von der Holzart
  • 17 zugelassene Holzarten (z. B. Birke, Fichte oder Kiefer)
  • Maximale Gewichtsbelastung: 2.000 kg bei gleichmäßiger Verteilung
  • 78 oder 81 Spezialnägel, die die Palette zusammenhalten




Vorteile der Europalette

Die Europalette ist eine Vierwegpalette und kann daher mit dem Gabelstapler von allen Seiten aufgenommen und bewegt werden. Durch die genormte Größe werden die Lagerung und der Transport erleichtert. Ebenso kann die Europlatte mehrfach verwendet werden. Prozesse lassen sich weiter automatisieren, da Maschinen (z. B. Verpackungsmaschinen) auf die Größe der Europalette genormt werden. Gebrauchte EUR 1 Paletten lassen sich verkaufen, des weiteren lässt sich mit einem Aufsatzrahmen die Europalette zu einer Holzkiste umbauen.

Merkmale einer EUR 1 Palette

Am linken Eckklotz ist die Kennzeichnung EPAL, sie ist nicht verpflichtend ist aber ein Qualitätszeichen. An jeder Palette sind ein Herstellercode und eine Kennzeichnung der zur Herstellung zugelassenen Bahn, dabei steht z. B „D“ für Deutschland. Wurde die Europlatte einmal repariert, so erkennt man dies an dem runden Prüfnagel, der am mittleren Klotz auf einer der beiden Längsseiten vorhanden ist. Am rechten Klotz befindet sich ein Brandzeichen des Europäischen Platten Pools.

Stapeln

Die verschiedenen Regalarten

Fachbodenregal


Das Fachbo­den­regal be­steht aus ei­nem Ra­hmen und den da­zu­ge­hö­ri­gen Fach­böden. Ideal ist diese Regal­art für kleine, aber auch mit­le­re Gü­ter. Die In­vestitions­güter sind ge­ring und der Raum wird auch sehr gut ge­nutzt. Das Greifen der Ware im ob­eren und un­teren Be­reich ge­staltet sich sch­wieriger.


Palettenregal


Bei dem Palettenregal gibt es keinen Regal­boden, sondern Auf­la­ge­trä­ger (so­ge­nannte Tra­ver­sen) Die­se Regal­art kommt sehr häu­fig zum Ein­satz, da das sie sehr stabil und viel­seitig ein­setz­bar ist. Sie ist dann sinn­voll, wenn unter­schied­li­che Güter im Lager ein­geräumt und ge­lagert werden.

Durchlaufregal


Das Durc­laufregal ist für ver­derb­liche Waren ge­eignet. Die Waren werden nach dem First­-in-First-out-Prinzip en­nommen. Das Be- und Ent­laden findet auf der ent­ge­gen­ge­setzten Seite statt. Die ei­zelnen Re­gal­ebe­nen haben ein Ge­fälle und die Ware rutscht über eine Rol­len­bahn nach vorne.

Einschubregal


Das Ein­schub­regal ist mit hohen In­ves­titions- und War­tungs­kosten ver­bunden. Durch die schrä­gen Ebe­nen rutscht die Ware nach vor­ne. Vor­teil: Die Ware kann zu jeder Zeit ent­nommen werden. Die Be- und Entladung findet auf derselben Seite statt.

Verschieberegal


Beim Verschieberegal lassen sich die einzelnen Regalzeilen seitlich ver­schie­ben. Abhängig vom Modell ge­schieht dies manuell oder elek­trisch. Verschieberegale sparen Platz und er­mög­lichen einen Zu­gang zu jedem La­gerp­latz. Die In­ves­ti­ti­on- und War­tungs­kos­ten sehr hoch und es gibt strenge Si­cher­heits­be­stim­mungen.

Lagerarten

Welche gibt es?


Neben den verschiedenen Flurförderfahrzeugen und den dazugehörigen Anbaugeräten, sowie den unterschiedlichen Regalarten, gibt es auch mehrere Möglichkeiten die Güter zu lagern. Welche die optimalste Art zum Lagern ist, hängt zum einen von den Gütern und zum anderen von der zur Verfügung stehenden Lagerfläche ab.

Bei der Lagerung in Hochregalen sind die Hallen bis zum 50 Meter hoch. Die Ware wird dabei zwischen zwei Regalen über sogenannte Regalbediengeräte transportiert. Die neue Ware wird an einem freien beliebigen Platz in dem Hochregallager eingelagert. Bekannt ist dieses Prinzip der Einlagerung unter dem Begriff der dynamischen Lagerung. Um die Ware mit einem Gabelstapler weiter zu transportieren, gibt es feste Auf- und Abgabepunkte. Des weiteren gibt es zwei unterschiedliche Varianten der Bereitstellung. Bei der dynamischen Bereitstellung erfolgt die Kommissionierung automatisch vor dem Regal. Dabei kommt die Ware zum Mann. Anders ist es bei der statischen Bereitstellung. Hierbei erfolgt die Kommissionierung manuell im Regal. Das Hochregallager ist zwar für unterschiedliche Güter geeignet, aber auch mit hohen Investitions­kosten verbunden. Bei der Lagerung wird der zur Verfügung stehende Raum optimal genutzt. Meist kommt eine Lagerverwaltungssoftware zum Einsatz.

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Flachlager haben eine Höhe von weniger als sieben Metern. Die Güter werden daher nicht in der Höhe gelagert, sondern in der Flä­che. Im Flach­lager können ver­schie­dene Arten der La­gerung ein­ge­setzt werden.

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Das Freilager ist für Güter geeignet, die nicht wit­ter­ungsempfind­lich sind. Die Lager­ung ist der kosten­günstig, da nur Kosten für das Ge­lände anfallen. Nachteil dieser La­ger­ung ist die erhöhte Dieb­stahl­gefahr.

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Ein Etagenlager ver­fügt über meh­re­re Stock­werke. Da­durch wird der Raum sehr gut genutzt, vor allem wenn die Fläche klein ist. Für das Etagen­lager werden Treppen und Aufzüge benötigt, damit alle Stock­werke erreichbar sind. Ebenso wird eine Vorrichtung für die Auf­fahrt des Gabel­staplers be­nötigt.

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Bei dem Traglufthallenlager wird eine luft­dichte Hülle über die Flä­che gespannt. Ge­eignet ist die La­gerung von wit­terungs­empfind­lichen Schütt­gut. Durch die feh­len­den Wände kann das Trag­luft­hal­len­lager flex­ibel auf- und wieder ab­ge­baut werden.

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Ware wird mit Paletten oder direkt, ohne Regale, auf­einander ge­stap­elt. Die Blocklagerung ist sehr güns­tig und vor allem platzsparend. Die Ware sollte den gleichen Typ haben, sodass sie op­ti­mal auf­ein­ander ge­stapelt werden kann.

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Bei der Reihenlagerung wird die Ware nebeneinander eingelagert. Auf jede Palette kann man somit zu jeder Zeit zugreifen.

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Sicherheit

Die Arbeitssicherheit beim Gabelstapler fahren spielt eine wichtige Rolle. Durch das nicht beachten der Regeln, gefährdet man sich nicht nur selbst sondern auch alle andere Personen, die im Lager tätig sind.

Geschwindigkeit

Ein Gabelstapler kann eine Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h erreichen. So schnell fährt zum Beispiel ein Roller. Mit einem Roller fährt man auf der Straße und hast eine freie Sicht auf den Verkehr. Anders ist es beim Gabelstapler fahren. Dort befindet man sich auf einem Betriebsgelände. Das Lager ist eng, die Regale sind hoch und verwinkelt. Die anderen Mitarbeiter in dem Lager sind mit ihrer Arbeit beschäftigt und sind ein Eile. Fährt man zu schnell durch die Hallen, so riskiert man einen Unfall, der die Kollegen und einen selbst gefährdet. Die Gefahr bei einem Unfall mit einem Gabelstapler, ist das Kippen des Staplers. Beim Transport von Lasten verschiebt sich der Schwerpunkt nach vorne. Bremse also vorsichtig und fahre langsam um die Kurven. Wenn man Lasten transportiert, sollte nur in Schrittgeschwindigkeit gefahren werden.


Kippgefahr

Das Kippen das Stapler ist die größte Gefahr beim Fahren eines Gabelstaplers. Gründe für das Kip­pen können die Bauweise des Staplers, das schwere Gewicht der Last, aber auch das Fahren mit an­gehobener Last sein. Kippt der Stapler so können der Fahrer oder andere Personen im Lager unter das schwere Fahrzeug geraten. Schwere bis tödliche Verletzungen sind die Folge. Zur eigenen Sicherheit sollte man auch den Gurt zum Anschnallen verwenden, sofern einer vorhanden ist. Man sollte niemals mit angehobener Last fahren, da dort das Risiko des Kippens enorm hoch ist!

Verkehrsregeln

In der Betriebsanweisung steht, an welche Verkehrsregeln man auf dem Gelände des Betriebs halten muss. Meistens hat man die gleichen Regeln wie im öffentlichen Straßenverkehr zu halten. Wichtig ist, dass man vorausschauend fährt und die Umgebung um einen herum beobachtet. Ebenso ist es wichtig, dass man freie Fahrt hat, vor allem beim Rückwärtsfahren. Der Gabelstapler sollte nicht im Fluchtweg geparkt werden und die Beschilderung auf dem Betriebsgelände ist zu beachten.

Unterschiede zwischen Arbeits- und Schutz­kleidung sowie der PSA

Unter Arbeitskleidung versteht man die Kleidung, die während der Arbeit getragen wird. Sie wird meist vorgegeben um ein einheitliches Erscheinungsbild abzugeben und um Seriosität zu vermitteln, beispielsweise der Business-Anzug in der Finanzbranche. Andererseits dient die Arbeitskleidung aber auch als Schutz, wie zum Beispiel der Laborkittel.

Unter Schutzkleidung versteht man die Kleidung, die einen selbst schützt. Getragen wird sie auf Baustellen sowie beim Rettungsdienst, der Feuerwehr und der Polizei. Die Schutzkleidung hat ein Zertifikat und ist geprüft.

Die persönliche Schutzausrüstung (PSA) ist erforderlich, wenn man bestimmte Tätigkeiten ausübt. Die Ausrüstung dient dazu, einen vor möglichen Gefahren zu schützen. Dazu gehören unter anderem Schutzbrillen, Warnwesten und Helme sowie der Gehörschutz.

Was tragen Staplerfahrer während der Arbeit


Eine fest vorgeschriebene Arbeitskleidung für Staplerfahrer gibt es nicht. Nach der Gefährdungsbeurteilung in dem Betrieb, wird auf der Basis der Beurteilung die PSA festgelegt. Sind im Betrieb Vorschriften für die persönliche Schutzausrüstung festgelegt, so gibt es Regeln, die beachtet werden müssen. Zum einen muss der Betrieb für die anfallenden Kosten der Schutzkleidung und –ausrüstung aufkommen, zum anderen ist er somit auch für die Wartung, Pflege, Lagerung und bei einem Defekt für den Austausch zuständig. Ebenso muss der Betrieb seine Mitarbeiter darin unterrichten, wie die PSA anzuwenden ist.

Neben den Vorschriften, die der Betrieb zu beachten und einzuhalten hat, gibt es auch Dinge, die die Gabelstapler bei ihrer Kleidung beachten sollten. Dazu gehört Kleidung, die die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt und das die Sicherheitsschuhe eine Stahlkappe haben sollten. Sie schützen die Füße von herunterfallenden Lasten und Stößen. Wenn die Beleuchtung in der Lagerhalle schwach ist, dann kann es hilfreich sein, wenn man eine Warnweste über der normalen Kleidung trägt. Ein Schutzhelm ist dann wichtig, wenn man in einem Lager mit hohen Regalen oder mit mehreren Stockwerken tätig ist. Arbeitet man in einem Betrieb, in dem laute Maschinen eingesetzt werden, so ist ein Gehörschutz sinnvoll.

Was muss täglich vor dem Arbeiten mit dem Stapler überprüft werden?


Um die schweren Lasten zu heben, müssen die Elektronik, die Mechanik und die Hydraulik einwand­frei funktionieren. Um einen Unfall oder Schaden zu vermeiden, sollten daher die Funktionen vor der Fahrt überprüft werden. Man unterscheidet zwischen der Sicht- und Funktionsprüfung.

Sichtprüfung

  • Kontrolle der Füllstände beim Kühlwasser, Öl und Treibstoff
  • Prüfung der Anbau,- Zusatzgeräte und Anhänge
  • Sichtbare äußerliche Beschädigungen am Stapler
  • Kontrolle der Räder

Funktionsprüfung Blinker und Beleuchtung

  • Bremsen
  • Mastfunktion
  • Geräusche und Abgase vom Motor

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